Fabian's Reise Blog » San Francisco » San Francisco – Cable Car, Fishermans Wharf, Golden Gate Park, Alamo Square und Golden Gate Bridge

4 Nächte in San Francisco sind ein absolutes Muss, das ist das Fazit nach unserer Abreise aus dieser schönen Stadt! An Vielfältigkeit in Architektur, Nationalitäten und kulinarischen Genüssen kann dieser Stadt bisher keine andere das Wasser reichen. Jedoch hat auch diese Stadt Ihre Schattenseiten, die man nicht unter den Teppich kehren sollte, aber dazu später mehr.

Unser Hotel, das Cartwright Union Square, liegt direkt im Zentrum von San Francisco und nur einen Steinwurf von einer der berühmten Cable Car Strecken entfernt. Dieses Hotel verbindet den Charme von einem über 100 Jahre alten Gebäude und der liebevollen Modernisierung, ohne das früher einmal existente Gebäude im Kern zu verändern. In Deutschland würden wir es Sanierung unter Einhaltung der Denkmalschutzauflagen nennen. Das kennt man hier aber in der Form so nicht 🙂 So wurden zum Beispiel die Badezimmer liebevoll mit zeitgenössischen Armaturen neu erschaffen und auch die Zimmer prahlen mit ihrem Alter unter Berücksichtigung der neuen Errungenschaften, wie Flachbildfernseher, modernem Bett und brandschutztechnischen Anlagen, wie Rauchmelder und Sprinkleranlage. Alles in allem kann man dieses Hotel jedem Besucher dieser schönen Stadt nur empfehlen.

Wie jeder Tourist in San Francisco, haben wir uns natürlich auch nach der Ankunft direkt auf die Cable Cars gestürzt. Diese Bahnen faszinieren wohl jeden Besucher dieser Stadt. Dabei handelt es sich um kleine einzelne Waggons, die auf Schienen die vielen Hügel der Stadt mit Hilfe eines umlaufenden Seiles erklimmen. Dabei hakt die Bahn sich in das Seil ein und wird an diesem dann gezogen. Das Cable Car wird dabei von zwei Personen bedient, dem Gripman und dem Conductor. Der Gripman ist für das Einhängen in das Seil und das Fahrgeschehen zuständig. Der Conductor betätigt die hintere Bremse des Wagens und fungiert gleichzeitig als Schaffner.
Wer die Cable Car Bahnen nutzen will, muss sich ein Ticket kaufen. Entweder ein Einzelticket beim Conductor oder einen Pass (1-Tag, 3-Tage, etc.) in einem Laden wie zum Beispiel Walgreens an den Cable Car Strecken. Wir haben zwei 3-Tages-Pässe gekauft, für je 22$. Diese können neben den Cable Cars auch für die Busse genutzt werden. Gerade beim stolzen Ticketpreis von 6$ pro Fahrt lohnt sich dieser Pass sehr schnell. Vorausgesetzt man kommt auch auf die Bahn drauf. Gerade in den Stoßzeiten von 9-19 Uhr kann es schnell passieren, dass das Cable Car einfach an der eigenen Haltestelle vorbeisaust. Hält sie doch an, so gelten folgende Regeln:

  • Wer zuerst an der Haltestelle stand, darf auch zuerst einsteigen
  • Der Conductor oder Gripman gibt vor, wie viele Personen einsteigen dürfen und wo sie Platz zu nehmen haben
  • Es darf auf den Seitenbrettern mitgefahren werden, wenn man besondere Vorsicht walten lässt

Wenn man sich überlegt, dass Teile der drei existierenden Strecken bereits über 150 Jahre alt sind, ist eine Fahrt hiermit schon ein tolles Gefühl.

Mit dem Cable Car kommt man so zum Beispiel auch wunderbar zum Hafen (Fishermans Wharf). Der Hafen mit seinen verschiedenen Piers ist eines der Hauptattraktionen von San Francisco. Hier reihen sich Fisch Restaurants (Seafood) und Geschäfte aneinander. Ein wirklich buntes Treiben, was gerade am Abend viel Spaß bereitet. Am Pier 39  befindet sich der Höhepunkt des Treibens. Hier kann man auch ab August die Seelöwen beobachten, wie sie sich vor dem Pier auf den dafür vorgesehenen Schwimmplattformen aalen. Etwas weiter Richtung Osten von Pier 39 fahren die Schiffe nach Alcatraz, dem berühmten Gefängnis, ab. Wer hier ein Ticket haben möchte, der kann in den Sommermonaten schon 4 Wochen im Voraus reservieren. Wir waren leider zu spät dran und kamen so nicht mehr in den Genuss der Insel.

Ein besonderes Highlight am Hafen ist aus unserer Sicht das Musee Mechanique. Eine Sammlung verschiedenster Münzautomaten aus der ganzen Welt. Teilweise schon über 100 Jahre alt und noch voll funktionsfähig. Das Museum nimmt keinen Eintritt und freut sich darüber, dass die Gäste dafür die Automaten mit ihrem Kleingeld befüllen.

Wer Genug von diesem Rummel und Trubel hat, der fährt in den Westen zum Golden Gate Park und dem Alamo Square Park. Rund um den Alamo Square findet man die schönsten Häuser der Stadt, im Kolonialstil. Ein paar davon haben wir abgelichtet und an diesen Post angehängt. Hat man sich an diesen architekturellen Meisterwerken sattgegesehen, wandert man durch den Golden Gate Park, der nur ein paar Blocks entfernt liegt. Hier findet man das berühmte de Young Museum. Neben einer großen Kunstsammlung, bietet es einen Turm, den man kostenlos, auch als nicht Museumsbesucher, mit dem Aufzug hinauffahren darf. Von dort oben hat man einen Superblick über die Stadt.

Ein besonderes Highlight für uns war die Fahrt mit dem Auto vom Westen in den Osten über die Lombard Street. Hier befindet sich der höchste Hügel der Start. Für schwach motorisierte Autos wahrlich eine Tortur. Aber ist man erst einmal oben angekommen, ist der Blick gigantisch. Achtung! Am höchsten Punkt kreuzt eine Cable Car Linie die Straße.

Neben diesen ganzen Ausflügen haben wir auch ein paar sehr schöne Begegnungen gemacht. Eine davon war Marteen. Er ist Fotograf und lebt in Cupertino. Ab und zu setzt er sich auf sein Motorrad und fährt in die Stadt um dort in der Menge den ein oder anderen Schnappschuss zu machen. Das war auch der Grund unserer Zusammenkunft. Er erzählte uns dann von seinem Weg über die Niederlande, nach Deutschland und in die USA. Eine wirklich sehr schöne Geschichte. Mit seinen Bildern hat er schon viele Menschen bewegt und zum Nachdenken angeregt, wie er uns berichtete. Uns hat die Begegnung sehr gefreut und wir wünschen ihm noch viele weitere schöne Geschichten in dieser Stadt.

So schön diese Begegnung auch war, so fiel uns eins besonders stark ins Auge: Obdachlose gibt es in San Francisco mehr als in jeder anderen Stadt, die wir bisher besucht haben. Es sind meist keine aufdringlichen Bettler, aber man sieht ihnen an, dass sie vom Leben gezeichnet sind. Als Geste des Respekts hat Conny Zweien von ihnen eine kleine Brotzeit gekauft. Auch wenn dies nur eine kleine Hilfe war, war es schön zu sehen, dass man auch mit kleinen Taten Menschen eine Freude bereiten kann. Vielleicht hat es den einen oder anderen inspiriert das Gleiche zu tun.

Letztendlich sind schon wieder 4 Tage in San Francisco herum und wir verlassen die Stadt mit dem Auto über die berühmte Golden Gate Bridge. Diese Brücke ist ein wirklich gigantisches Bauwerk mit ihren roten Pfeilern und sehenswert für jeden Besucher von San Francisco. Jedoch ist der Fußweg sehr beschwerlich, so dass die Fahrt mit dem Auto mehr Sinn macht. Fährt man aus der Stadt heraus fällt auch keine Maut an. Will man in die Stadt hinein, kostet es pro PKW 6$.

About Fabian Pagel

Fabian ist der Besitzer dieses Blogs und schreibt zusammen mit seiner Frau über ihre Reisen. Er liebt gute (und manchmal auch ausgefallene) Küche und ist mit Herz und Seele ein IT Mensch.

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