Fabian's Reise Blog » Mammoth Lake » Mammoth Lake und Yosemite Nationalpark – Nicht überall wo Österreich draufsteht, ist auch Österreich drin

Wir verließen die Wüste Nevadas, Las Vegas und seine bunten Spielcasinos um diese gegen den Kontrast in Form von atemberaubender Natur einzutauschen. Wie wir schon nach Las Vegas über die Wüste eingereist sind, so nahmen wir die ersten 200 Kilometer wieder über das Death Valley in Angriff. Die brennende Mittagssonne ließ den Teer bei fast 45 Grad Celsius schmelzen. Dutzende Kilometer ohne Verkehr vor, hinter oder uns entgegenkommend. Was wir uns unter Wüste vorgestellt haben, hatte mit dem erlebten hier nur wenig zu tun. Links und rechts von der Strasse befanden sich lediglich Steine, Kiesel, Sand und uns unbekannte Pflanzen, die anscheinend auch ohne Wasser überleben können. So konnten wir mit eingeschaltetem Tempomat eine sehr lange Zeit dieses Naturspektakel bestaunen.

Mitten im Death Valley entdeckten wir die blaue Färbung eines entgegen kommenden PKWs, die uns sehr bekannt vor kam: Es war ein getarnter Erlkönig von BMW (vermutlich iseries), das wir bereits aus München kannten. Im Glauben, dass dies ein extrem großer Zufall war, sahen wir beim Einbiegen auf den Tankstellenvorhof in einem kleinen Örtchen namens Battey 5 weitere beklebte Testfahrzeuge von BMW. Hauptsächlich Hybrid-Fahrzeuge aus der 5er, X3 und X5-Serie. Mit diesem Eindruck und ein wenig Heimatgefühl waren die letzten 2 Stunden Fahrt viel einfacher zu meistern.

Mammoth Lake, unser Ziel für diesen Tag, ist ein kleiner Ort zwischen Las Vegas und San Fransisco und mit etwa 7000 Einwohnern ein überschaubarer Urlaubsort. Im Winter ist Mammoth Lake ein riesiges Ski-Gebiet mit über 30 Liften und im Sommer ein Paradies für Naturliebhaber und Wanderer. Der Ort, der scheinbar von Österreichern geprägt worden ist, was wir an den Hotelnamen wie z.B. Austrian Hof oder Innsbruck Lodge festmachten, hat nicht unbedingt etwas mit deren Kultur und Cuisine zu tun, aber dazu später mehr. Bei Ankunft in unserem Hotel Innsbruck Lodge wurden wir zumindest amerikanisch freundlich begrüßt und es stellte sich heraus, dass das Hotel ursprünglich von Österreichern erbaut worden ist, zweimal den Besitzer wechselte und nun von einem amerikanisch-deutschen Ehepaar betrieben wird. Neben einem schönen Zimmer bekamen wir auch eine ausführliche Beschreibung der umliegenden Anlaufpunkte und Lokalitäten. Nachdem wir unser Hotel für einen Spaziergang und Dinner verlassen wollten, trafen wir noch auf die deutsche Betreiberin, die wie sich herausstellte unter anderem einen Sohn in unserem Alter hat, der in Fabians Heimatstadt Minden lebt und in Petershagen seine Ausbildung gemacht hat. Und wie sich einmal wieder zeigt, ist die Welt doch nur ein Dorf :-)!

Abends machten wir dann noch einen Abstecher zu den Seen an der Lake Mary Road. Schon lange haben wir kein so klares Wasser in einer so schönen Landschaft gesehen. Umgeben von Wäldern und Campingplätzen kann man hier beim Sonnenuntergang die Seele baumeln lassen. Immer wieder sind uns Schilder mit der Aufschrift „Don’t feed our bears“ aufgefallen, die wir eher als Gag abgetan haben. Auf Nachfrage im Hotel stellte sich jedoch heraus, dass es eine Menge „Black Bears“ hier gibt und diese immer Abends herauskommen und wenn sie richtig Hunger haben auch mal ein Auto knacken. Aber wir sollten uns keine Sorgen machen, die seien harmlos. Die Hotelbesitzerin zeigte uns dann auch noch Bilder vom Hausbären und wie dieser vom Haushund „Enzo“ auf einen Baum gejagt worden ist 🙂

Nach diesem spannenden Erlebnis ging es dann zum Essen in den Austrian Hof. Ein Erlebnis, dass wir ganz schnell wieder vergessen wollten. Der Austrian Hof ist ein Hotel mit Restaurant und Bar, sehr nah am Skigebiet gelegen. Der äußere Eindruck ist eher gut bürgerlich. Der innere Eindruck ebenfalls. Jedoch hatte der Kellner Todd in diesem Restaurant wohl eher gut betuchte Kundschaft erwartet und nicht zwei Bürgerliche, wie uns. Entsprechend war auch seine Haltung: Höflich, arrogant. Es wäre vielleicht eher verständlich, wenn das Restaurant und auch die Küche entsprechend gewesen wären. Aber die „Käsespätzle“ beispielsweise hatten weder etwas mit dem deutschen noch mit dem österreichischen Verständnis davon zu tun. Für uns ist klar, dass dies wohl der letzte Besuch hier war. Auch letztlich unter dem finanziellen Aspekt betrachtet, ist es eine Unverschämtheit vom Kellner an einem 2 Personen Tisch 18% Trinkgeld von sich aus auf die Rechnung zu schlagen.

Nach diesen Strapazen des Vortages fielen wir dann in unseren wohlverdienten Schlaf und starteten am nächsten Tag gegen 9 Uhr mit dem Auto in Richtung Yosemite National Park (gesprochen: Joßemieti). Von Mammoth Lake braucht man ca. 45 Minuten bis zum Eingang im Osten. Der Weg dorthin ist ausgeschildert und mit dem PKW kostet ein 7-Tages-Pass aktuell 20$ (für ein Auto inkl. aller Insassen). Einen 12 Monatspass bekommt man bereits für 40$. Der Pass ist jedoch lediglich im Yosemite National Park gültig. Da der Park eine unglaubliche Naturvielfalt besitzt, wollen wir gar nicht so viel schreiben, sondern ein paar Bilder wirken lassen. Zum Test hatten wir unsere GoPro Kamera auf dem Auto montiert und die Fahrt durch den Park gefilmt. Wir schauen mal, ob wir das irgendwie hier noch hochladen können.

Alles in allem können wir diese Route für einen Trip von Las Vegas nach San Francisco nur wärmstens empfehlen. Für den Trip Las Vegas nach Mammoth Lake sollte man rund 5 Stunden einplanen. Von Mammoth Lake nach San Francisco braucht man etwa 5-6 Stunden. Wenn man den Yosemite National Park ebenfalls besuchen möchte, sollte man noch weitere 3-4 Stunden einkalkulieren.

Trip von Mammoth Lakes nach San Francisco

About Fabian Pagel

Fabian ist der Besitzer dieses Blogs und schreibt zusammen mit seiner Frau über ihre Reisen. Er liebt gute (und manchmal auch ausgefallene) Küche und ist mit Herz und Seele ein IT Mensch.

2 Thoughts on “Mammoth Lake und Yosemite Nationalpark – Nicht überall wo Österreich draufsteht, ist auch Österreich drin

  1. Raimund W. Ritzi on 14. Juli 2013 at 16:22 said:

    Hallo, Ihr Lieben, das habt Ihr aber toll gemacht. Gerade fange ich an, Eure interessanten Zeilen zu lesen, die mit schönen Fotos untermalt sind. Es ist heiß hier unter dem Dach, so daß Mama diese Berichte erst später angucken wird. Für den Moment sage ich herzlich DANKE ! und freue mich sehr, daß es Euch Beiden so gut geht in den USA.

  2. Raimund W. Ritzi on 14. Juli 2013 at 16:22 said:

    Hallo, Ihr Lieben, das habt Ihr aber toll gemacht. Gerade fange ich an, Eure interessanten Zeilen zu lesen, die mit schönen Fotos untermalt sind. Es ist heiß hier unter dem Dach, so daß Mama diese Berichte erst später angucken wird. Für den Moment sage ich herzlich DANKE ! und freue mich sehr, daß es Euch Beiden so gut geht in den USA.

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