Das Epcot Center war unser heutiges Ziel. Wer es nicht kennt, das Epcot Center ist ein Disney Themenpark, der sich an Zukunft und Vergangenheit orientiert. Im Park selber sind unter anderem neben der „Future World“ viele Länder mit ihren Wahrzeichen nachgebaut (unter anderem auch Deutschland). Für zwei Erwachsene beträgt der Eintritt aktuell ~180$. Wer glaubt, dass es für Kinder günstiger ist, der irrt. Kinder kosten gerade mal ~5$ Dollar weniger. Parken schlägt noch einmal mit 14$ zu Buche.

Die Anreise war sehr kurz, denn das Gelände lag nur etwa 5km von unserem Hotel entfernt. Wir sind gegen 9:45 Uhr an der Kasse vorbei durch die Drehkreuze in den Park gegangen. Zu dieser Zeit war schon einiges los, aber es war noch irgendwie erträglich. Lag vielleicht auch daran, dass heute Dienstag war. Eins muss ich vorab schon einmal herausstellen: Disney hat den deutschen Parks einiges voraus! Bei vielen Attraktionen gibt es drei Zugangsmöglichkeiten:

  • Normal = Man stellt sich in einer Gruppe (>2 Personen) in der Schlange an
  • Single = Man stellt sich alleine oder in einer Gruppe in einer Schlange an, jedoch kann es sein, dass man nicht zur gleichen Zeit fährt
  • Fast Pass = Man zieht mit seinem Eintrittsticket eine Fast Pass Karte, auf dieser ist ein Zeitfenster von einer Stunde eingetragen. Mit diesem Fastpass Ticket kommt man dann zur gegebenen Uhrzeit wieder und wird dann beim Betreten der Attraktion priorisiert.

Wir haben für alle Attraktionen, bis auf wenige Ausnahmen das Fastpass Ticket genutzt. So haben wir die Wartezeit fast immer auf weniger als 10 Minuten reduziert. Einziger Nachteil: Diese Tickets kann man nur alle 2 Stunden einmal bekommen und an vielen Attraktionen sind sie schon vor dem Mittag vollständig vergeben.

Jedenfalls hat uns dieses System viel Zeit gespart und wir konnten ausgiebig die einzelnen Länder betrachten. Hier muss ich gleich zu Beginn anmerken: Mir war bewusst, dass Deutschland nur aus Bayern besteht, aber seit wann hängen wir bitte Gurken an unseren Weihnachtsbaum oder ernähren uns übermäßig von Karamell? In den deutschen Shops vermittelte Disney den Besuchern diesen Eindruck. Schön war auch das T-Shirt mit dem Aufdruck: „Ich unterstütze die lokalen Biergärten“. Ob die Amis wissen, womit sie dann rumlaufen?

Auch hat sich wieder das Vorurteil der fettleibigen Amerikaner bestätigt. Im Park fuhren ca. 10% der Amis mit solchen elektrischen Sitzstühlen herum. Bloß nicht zu viel bewegen. Am Anfang war ich ja noch in der Hoffnung, dass die Leute gehbehindert seien. Als dann die ersten abstiegen, das Gerät ausschalteten und zu Fuß zur Fressbude liefen, war es mir dann klar… Wenig Bewegung, fettiges Essen und den Rest kann man sich dazu denken.

Zeitlich haben wir den gesamten Park in weniger als 10h zu 95% erkundet. Ein gutes Ergebnis wie ich finde. Für den Rest lasse ich nun die Bilder sprechen. Eine GPS Route gibt es heute nicht. Ich will auch gar nicht wissen, wie viele Kilometer wir heute zurückgelegt haben 😉

 

Die erste Woche ist nun rum … Kaum vorzustellen, dass es in Unterschleißheim gerade -6°C hat, während es hier noch immer um die 20°C sind und das um 23 Uhr. Nichtsdestotrotz ist der Tag nun schon wieder vorüber und mein Ärger über das Abendessen verflogen. Eigentlich wollten wir heute schön Essen gehen und zwar im Grandpa’s Steakhouse. Die Bewertungen im Internet sahen sehr gut und vielversprechend aus, aber leider gibt es die King Street mehrmals in Orlando. Unser Steakhouse wäre in Cocoa gewesen 🙁 Ein zweiter Anlauf im Longhorn Steakhouse war ebenso ernüchternd. Im Eingangsbereich gab es schon eine Warteecke, für Leute die auf einen Tisch warten. Dabei sah das Essen nicht mal aussergewöhnlich gut aus. Ende vom Lied: Es gab Fastfood in der Mall und das hat meine Stimmung dermaßen gedrückt, weil die Vorfreude auf das saftige Steak vom Geschmack eines chinesischen „Orange Chicken“ übertüncht worden ist 🙁 Geschmacklich ein FAIL! Aber gut, Conny hat mich davon überzeugt, dass der Rest des Tages trotz dieses Ausrutschers doch gar nicht so schlecht war.

Heute vormittag / mittag waren wir in Orlando Downtown. Eine sehr beschäftigte Großstadt mit einigen Wolkenkratzern, aber irgendwie fehlte die Hektik aus Miami und New York. Die Leute sind hier viel ruhiger und entspannter. Nebenbei sollte ich noch erwähnen, dass unser heutiger Parkplatz direkt neben der Fire Station 1 von Orlando lag (s. Fotos). Die Begeisterung war natürlich wie immer sehr groß 🙂

Nachmittags waren wir dann am Pool und ich habe mich in den größten und eiskalten Pool zum Schwimmen gewagt. Wenn ich es nicht besser wüsste, dann würde ich sagen, dass der Betreiber tonnenweise Eis im Pool auflöst, damit er nicht über die 14°C kommt. Zum Schwimmen war es aber dennoch ok 🙂

Nun warten wir eigentlich vor aller Vorfreude auf morgen, denn da geht es endlich in das World Disney Epcot Center! Von daher breche ich hier ab und berichte morgen über die wundervolle und prächtige Disneywelt.

 

Und wieder neigt sich ein Tag dem Ende zu… Für Fabi bestand das Highlight des Tages eindeutig in unserer heutigen Radtour, aber dazu gleich mehr ;-). Nach dem Aufstehen begannen wir den Tag mit einer Tretbootfahrt auf dem Hotelsee und staunten dabei schon über das riesige Gelände! Das Wetter war heute leider deutlich kühler als in Miami, aber dennoch konnten wir uns mittags bei herrlichem Sonnenschein ein Stündchen an den Pool legen :-).

Doch jetzt zum Höhepunkt des Tages…gegen 16 Uhr beschlossen wir eine kleine Radtour mit einem Tandem Bike auf dem Hotelgelände zu unternehmen, das wie die Ami’s sagen würden, nicht nur huge, sondern vor allem awesome ist (oder alternativ ginge auch: terrific bzw. amazing;-)!) Wir fuhren also ein Weilchen, als Fabis Augen plötzlich ganz groß wurden 😉 drei mal dürft ihr raten warum…genau!! Er erblickte eine Feuerwehr auf dem Hotelgelände (Anmerkung Fabian: Fire Station 36, Orange County) 🙂 Daraufhin stieg er ab und meinte, er wolle mal „ganz kurz“ schauen, wie es in der Feuerwache aussieht…Ich machte es mir solang mit meinem Kindle gemütlich und las ein wenig….die Minuten vergingen…nach ca. einer halben Stunde entschied ich mich dann doch mal nach dem Rechten zu sehen;-) und da stand er…mit drei Feuerwehrleuten, die ihm begeistert Rede und Antwort standen…doch zugegebenermaßen fand sogar ich die restliche Führung recht spannend – und ein Foto sprang auch noch dabei raus!

Gegen 18 Uhr fuhren wir dann – diesmal mit dem Auto – zu einem Outlet Store, wo wir den Rest des Abends verbrachten…das ist schon toll hier, dass man sogar am Sonntag shoppen kann :-)!!! Mein Highlight des Tages war dann ein riesiges Häagen Dasz Eis – hmmmm, das war lecker!

 

 

Eigentlich gibt es heute nicht viele Worte zu verlieren, dafür aber Fotos und ein neues Feature: Die Trackmap vom GPS. Damit kann man sich den heutigen Streckenverlauf anschauen. Sicherlich erkennt man dort unsere morgige Frühstückstour, die im ROHO Cuban Coffee ( einem kubanischen Frühstücksrestaurant ) endete. Das Restaurant ist in jedweder Hinsicht zu empfehlen. Nach der Stärkung, einem Spaziergang am Hafen ( bei schönstem Sonnenschein ) und unserem Hotelcheckout, machten wir uns mit dem Auto auf den Weg in etwa 250 Meilen entfernte Orlando. Sehr zu empfehlen ist hierbei die Straße 1A, die an der gesamten Atlantikküste entlang führt. Einziger Nachteil ist die Begrenzung der Geschwindigkeit auf 30-35 Meilen / Stunde. Nach einer Stunde wechselten wir dann aber auf den richtigen Highway ( 65-70 Meilen / Stunde ), so ging die Reise doch etwas schneller voran. Gegen 18:30 Uhr waren wir dann aber auch endlich in Orlando angekommen!

An dieser Stelle muss ich meine Aussage von gestern noch einmal revidieren. Nicht nur auf dem Weg zu den Keys reiht sich Fastfood Restaurant an Fastfood Restaurant. Auch hier in Orlando ist es das gleiche Bild. So viel Neonreklame lässt einen abends beim Autofahren fast erblinden. Orlando im südlichen Teil mit den Ressort Hotels ist zumeist sehr kitschig und lässt sehr schnell den Tourismuscharakter erkennen. Wir waren schon ziemlich verängstigt, als wir die ganzen Straßen Hotels und Motels gesehen haben, die eher an Stundenhotels mit ihrer Leuchtreklame erinnert haben. An der letzten Abbiegung, die unser Navi uns angab, befand sich jedoch nur ein mäßig beleuchtete Einfahrt mit zwei Schranken und einem Pförtnerhäuschen. In diesem saß eine ältere Frau, die sich sehr über die späte Ankunft zu freuen schien. Sie begrüßte uns freundlich und erklärte uns dem Weg zum Hotel und zum Parkplatz. Nach einer gefühlten Ewigkeit von der Schranke bis zur Auffahrt, waren wir überwältigt von der Größe des Hotels. 18 Stockwerke ragten uns entgegen und zur Begrüßung in der Lobby gab es Champagner! Unser Zimmer befindet sich im 5. Stock mit Blick über einen großen Teil der Stadt. Aber anscheinend habe ich meiner Einleitung in den heutigen Tag bisher nicht Folge geleistet, daher lasse ich den Rest des Tages in Bildern seine eigenen Worte sprechen.